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Sicherlich hat sich jeder einzelne Nutzer des Internets schon das ein oder andere Mal gewundert, warum denn jetzt ausgerechnet diese Werbung angezeigt wird. Ob Kosmetik, Essen oder das neue Auto – manchmal fühlt man sich von der geschalteten Werbung einfach nicht angesprochen und hat das Gefühl, da muss doch was schiefgelaufen sein. Manch einem mag es aber auch genau andersherum gehen und die perfekt auf die eigenen Interessen zugeschnittene Werbung erscheint etwas unheimlich.

Facebook möchte bei der Transparenz seiner Facebook Ads einen großen Schritt weitergehen, sodass solche Fragen bald mit wenigen Klicks beantwortet werden können. Bei jeder Facebook Ad gibt es die Funktion „Warum sehe ich diese Anzeige“, auf die man für weitere Informationen klicken kann. Das ist nichts Neues, aber bisher versteckten sich hinter diesem Tool nur sehr allgemeine Informationen über die eigene Zugehörigkeit zu einer demographischen Gruppe. Und ob man weiblich und über 25 Jahre alt ist oder männlich und über 50, das weiß man in der Regel schon selbst. Mit den neuen Tools kann man viel genauer erfahren, warum man beim Targeting einer bestimmten Firma als möglicher Kunde ausgewählt wurde.

Auf einen Blick: Die neuen Tools für mehr Transparenz der Facebook Ads

  1. Wenn man jetzt auf die Frage „Warum sehe ich diese Anzeige“ klickt, erhält man weiterhin Informationen darüber, welche demographische Gruppe das Unternehmen erreichen möchte. Dabei geht es vor allem um Geschlecht und Alter.
  2. Manchmal ist zusätzlich auch der Wohnort ausschlaggebend für die Facebook Ads, die man erhält. Auch das wird jetzt an dieser Stelle von Facebook offengelegt.
  3. Darüber hinaus kann man jetzt aber auch nachvollziehen, ob man eventuell schon einmal die Website des Unternehmens besucht oder geliked hat und deshalb seine Werbung erhält.
  4. Die Interessen, die man bei Facebook angeben kann, werden jetzt auch als mögliche Gründe für die Werbung offengelegt. Wenn man beispielsweise Kosmetik als ein Interesse angegeben hat und deshalb Werbung für ein neues Makeup Produkt erhält, kann man das im neuen Tool erkennen.
  5. Besonders interessant ist aber, dass man nicht nur diese neuen Informationen von Facebook erhält, sondern auch sofort entsprechend reagieren kann. Wer möchte, klickt weiter und ändert die entsprechenden Einstellungen. Ärgert man sich beispielsweise über das Makeup Produkt und wird dann von Facebook darauf aufmerksam gemacht, dass man vor Jahren Kosmetik als Interesse angegeben hat, dann kann man diese Einstellung mit wenigen Klicks ändern. Man kann aber auch ausschalten, dass Unternehmen ihre Daten an Facebook weitergeben dürfen. Denn dass Du auf einer bestimmten Website warst und Facebook diese Information jetzt für Facebook Ads nutzt, ist nur mit Deiner Zustimmung möglich.
  6. Zuletzt kann man sich jetzt anschauen, welche Unternehmen in der letzten Zeit Listen mit Userdaten hochgeladen haben, in denen die eigenen Daten vorkommen. Facebook erklärt auch, was dann mit diesen Daten passiert ist und wofür sie genutzt wurden.

Facebook: Sind meine Daten jetzt sicher?

Die neuen Tools, mit denen Facebook die Facebook Ads transparenter macht, sind sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Aber völlige Transparenz ist hiermit noch lange nicht erreicht. Facebook betreibt mit den Neuerungen in erster Linie Schadensbegrenzung, denn zuletzt hat der Ruf des Konzerns doch stark gelitten und viele Facebook Nutzer fühlen sich nicht mehr sicher. Wir sind gespannt, wie es mit dem Datenschutz bei Facebook in Zukunft weitergehen wird, und halten Euch natürlich auf dem Laufenden.

 

Für mehr Informationen und einen direkten Blick auf die neuen Tools:

https://onlinemarketing.de/news/facebook-anzeigen-transparenz?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=webseiteom&utm_term=2019-07-12&utm_content=button

Die meisten Websites leben von Werbung. Es ist aber nicht immer einfach, den richtigen Mittelweg zwischen einer guten User Experience und zufriedenen Werbekunden zu finden. Für den User ist es wichtig, dass sich die angeklickte Seite in Sekundenschnelle öffnet – geduldiges Warten ist für uns Digital Natives unvorstellbar geworden. Auf der anderen Seite steht aber der Kunde, der Geld für das Schalten seiner Werbung ausgibt und sicherstellen möchte, dass diese auch gesehen wird. Bisher wurde dafür der Polite Download genutzt, den der Online-Vermarkterkreis (OVK) jetzt durch das sogenannte Initial/Subload ablösen möchte.

Wir erklären euch, was es mit dem Polite Download auf sich hat und warum die neue Idee Initial/Subload das Problem effizienter lösen könnte.

Polite Download: Erst, wenn die Werbung geladen ist, ist auch die Website nutzbar

Der Polite Download sorgt dafür, dass die geschaltete Werbung schon beim Initialload zu sehen ist. Das bedeutet, dass beim Klicken auf eine Website der eigentliche Inhalt der Seite und die geschaltete Werbung zusammen laden und gleichzeitig sichtbar werden. Sonst könnte der User schon den Inhalt der Seite sehen, während die Werbung noch eine weiße Fläche ist, und würde vielleicht die Seite nach kurzer Zeit wegklicken, ohne die Werbung überhaupt gesehen zu haben. Für den Werbetreibenden bietet der Polite Download die Sicherheit, dass sich sein in das Onlinemarketing investiertes Geld auch wirklich auszahlt und der potenzielle Kunde seine Werbung sieht. Die User Experience kann aber unter dieser Lösung leiden, denn so braucht die Seite insgesamt länger, bis sie nutzbar ist.

Initial/Subload: Die neue Lösung für schnelleren Ad Load

Der neue Ansatz, den der OVK vorgestellt hat, sieht vor, die Werbeinhalte in einen Initialload und einen Subload zu unterteilen. So wird weiterhin sichergestellt, dass der User auf jeden Fall die geschaltete Werbung sieht, denn die zentrale Werbebotschaft (z.B. in Form eines Fotos mit Slogan) wird schon nach dem initialen Download zusammen mit dem eigentlichen Inhalt der Website dargestellt. Das restliche Dateigewicht der Werbung wird erst danach im Subload geladen, während die Website schon nutzbar ist. Für den User ergibt sich so eine bessere User Experience durch eine schnellere Page Speed, ohne dass der Werbekunde auf seine Sichtbarkeit verzichten muss.

Die Initial/Subload Idee könnte sich als neue Lösung für das Onlinemarketing auf Websites etablieren. Zurzeit wird fleißig daran gearbeitet, bestehende Probleme zu beheben – etwa das schrittweise Laden von Werbeinhalten mit sehr großem Gesamtdateigewicht. Wir halten euch auf dem Laufenden!