LinkedIn ist Das internationale Soziale Online Netzwerk zum knüpfen und pflegen von Geschäftsbeziehungen. Mit mehr als 650 Millionen Nutzern weltweit, ist LinkedIn in über 200 Ländern vertreten und gehört zu den 50 meistaufgerufenen Webseiten überhaupt. 2003 wurde LinkedIn in den USA gegründet und im Jahr 2016 für eine Summe von 26,2 Milliarden Dollar vom Softwarekonzern […]

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Spätestens seitdem Social Media auf dem Siegeszug ist, spielt das sogenannte Content Marketing eine große Rolle innerhalb des Online Marketings. Aber einige Unternehmen haben noch nicht verinnerlicht, worum es beim Content Marketing eigentlich geht. Wir stellen Euch die häufigsten Fehler vor, die man beim Content Marketing machen kann, und erklären ganz nebenbei, was Content Marketing eigentlich ist. Soviel vorweg: Eure Kunden möchten keine Werbung, sondern Content mit Mehrwert geboten bekommen.

Fehler 1: Content Marketing ist keine Produktwerbung

Dieser Fehler passiert vor allem Unternehmen, die im Bereich Social Media noch nicht so bewandert sind und nicht verstehen, was die Nutzer sehen wollen und klicken. Niemand möchte seine Zeit damit verbringen, sich Werbevideos anzusehen oder Werbetexte zu lesen, und deshalb wird offensichtliche Werbung auch nicht geklickt. Stattdessen erwarten Nutzer, dass ein Video auf YouTube, ein Post auf Instagram oder ein Blogartikel einen Mehrwert bietet. Sei es Unterhaltung oder Wissenswertes – der Inhalt muss im Vordergrund stehen und die eigentliche Produktwerbung darf nur ganz subtil mit in den Content einfließen.

Fehler 2: Content bedeutet Inhalt

Damit dem User auch tatsächlich ein Mehrwert geboten wird, ist es ganz wichtig, dass Content nicht nur um des Contents Willen entsteht. Wie der Name schon sagt, soll Content einen Inhalt vermitteln. Wer also einen Upload Plan festlegt, sollte dafür sorgen, dass auch genug Inhalt da ist, um zum Beispiel jede Woche einen Post zu füllen. User merken es sofort, wenn der Content nur Mittel zum Zweck ist, und werden nicht erneut auf den inhaltsleeren „Content“ klicken.

Fehler 3: Auch Content Marketing braucht eine Strategie

Vielleicht weil Social Media noch so ein neues Medium ist, glauben manche Unternehmen, dass beim Content Marketing keine seriöse Strategie hinter den Posts stecken muss. Aber wer kreuz und quer postet, was ihm gerade in den Sinn kommt, wird mit dem Content Marketing keinen Erfolg haben. Genau wie bei klassischeren Wegen der Vermarktung ist es auch beim Content Marketing unverzichtbar, eine detaillierte Strategie aufzustellen. Es muss klar sein, um welche Zielgruppe es geht, welcher Content auf welchen Plattformen sinnvoll ist und welche Influencer zur Zielgruppe passen könnten.

Fehler 4: Social Media ist auch Arbeit

Social Media wird oft als Spielwiese abgetan, auf der keine echte Arbeit stattfinden kann. Aber wer einmal eine erfolgreiche Strategie für den Content Marketing geplant und ausgeführt hat, weiß es besser. Die Entwicklung der Strategie, die Planung und Umsetzung des Contents und das dazugehörige Monitoring sind natürlich eine große Menge Arbeit. Eine Arbeit, die unbedingt eingeplant werden muss, die sich in Zeiten des Social Media Hypes aber sehr lohnen kann.

Fehler 5: Das Potential muss genutzt werden

Beim Stichwort Monitoring sind wir auch schon beim nächsten Fehler angelangt, den viele Unternehmen machen. Es reicht nicht, Content zu produzieren, hochzuladen und dann keinen weiteren Gedanken daran zu verschwenden. Monitoring bedeutet, dass der Content auch weiterhin beobachtet wird. Welche Inhalte kommen besonders gut an, was wird eher nicht geklickt? Nur, wer auf den Geschmack der User reagiert, kann wirklich erfolgreich im Content Marketing sein. Manche Unternehmen verschwenden Potential, indem sie nicht ausreichend zu ihrem Produkt verlinken. Es geht nicht in erster Linie um Werbung, aber wenn ein User Interesse an dem Produkt hat, das hinter dem Content steht, dann muss er mit einem Klick die Möglichkeit haben, sich weiter zu informieren und zu kaufen. Mehr Aufwand wird in Zeiten von Social Media schließlich nicht mehr in Kauf genommen.

Fehler 6: Social Media ist kein rechtsfreier Raum

Wer im Internet postet, muss sich genauso an Gesetze halten, wie in den klassischen Medien. Bilder und Musik dürfen nur verwendet werden, wenn man auch die Rechte daran hat, oder es wird teuer. Bei den ersten Gehversuchen im Content Marketing sollte genug Zeit eingeplant werden, um sich in die Gesetzeslage einzuarbeiten. Oder man wendet sich gleich an einen Marketingpartner, für den Content Marketing schon lange keine neue Welt mehr ist.

 

Passend zum Content Marketing: Unsere Kollegen von der Seokratie GmbH haben das Thema in einem YouTube Video aufbereitet.

Sicherlich hat sich jeder einzelne Nutzer des Internets schon das ein oder andere Mal gewundert, warum denn jetzt ausgerechnet diese Werbung angezeigt wird. Ob Kosmetik, Essen oder das neue Auto – manchmal fühlt man sich von der geschalteten Werbung einfach nicht angesprochen und hat das Gefühl, da muss doch was schiefgelaufen sein. Manch einem mag es aber auch genau andersherum gehen und die perfekt auf die eigenen Interessen zugeschnittene Werbung erscheint etwas unheimlich.

Facebook möchte bei der Transparenz seiner Facebook Ads einen großen Schritt weitergehen, sodass solche Fragen bald mit wenigen Klicks beantwortet werden können. Bei jeder Facebook Ad gibt es die Funktion „Warum sehe ich diese Anzeige“, auf die man für weitere Informationen klicken kann. Das ist nichts Neues, aber bisher versteckten sich hinter diesem Tool nur sehr allgemeine Informationen über die eigene Zugehörigkeit zu einer demographischen Gruppe. Und ob man weiblich und über 25 Jahre alt ist oder männlich und über 50, das weiß man in der Regel schon selbst. Mit den neuen Tools kann man viel genauer erfahren, warum man beim Targeting einer bestimmten Firma als möglicher Kunde ausgewählt wurde.

Auf einen Blick: Die neuen Tools für mehr Transparenz der Facebook Ads

  1. Wenn man jetzt auf die Frage „Warum sehe ich diese Anzeige“ klickt, erhält man weiterhin Informationen darüber, welche demographische Gruppe das Unternehmen erreichen möchte. Dabei geht es vor allem um Geschlecht und Alter.
  2. Manchmal ist zusätzlich auch der Wohnort ausschlaggebend für die Facebook Ads, die man erhält. Auch das wird jetzt an dieser Stelle von Facebook offengelegt.
  3. Darüber hinaus kann man jetzt aber auch nachvollziehen, ob man eventuell schon einmal die Website des Unternehmens besucht oder geliked hat und deshalb seine Werbung erhält.
  4. Die Interessen, die man bei Facebook angeben kann, werden jetzt auch als mögliche Gründe für die Werbung offengelegt. Wenn man beispielsweise Kosmetik als ein Interesse angegeben hat und deshalb Werbung für ein neues Makeup Produkt erhält, kann man das im neuen Tool erkennen.
  5. Besonders interessant ist aber, dass man nicht nur diese neuen Informationen von Facebook erhält, sondern auch sofort entsprechend reagieren kann. Wer möchte, klickt weiter und ändert die entsprechenden Einstellungen. Ärgert man sich beispielsweise über das Makeup Produkt und wird dann von Facebook darauf aufmerksam gemacht, dass man vor Jahren Kosmetik als Interesse angegeben hat, dann kann man diese Einstellung mit wenigen Klicks ändern. Man kann aber auch ausschalten, dass Unternehmen ihre Daten an Facebook weitergeben dürfen. Denn dass Du auf einer bestimmten Website warst und Facebook diese Information jetzt für Facebook Ads nutzt, ist nur mit Deiner Zustimmung möglich.
  6. Zuletzt kann man sich jetzt anschauen, welche Unternehmen in der letzten Zeit Listen mit Userdaten hochgeladen haben, in denen die eigenen Daten vorkommen. Facebook erklärt auch, was dann mit diesen Daten passiert ist und wofür sie genutzt wurden.

Facebook: Sind meine Daten jetzt sicher?

Die neuen Tools, mit denen Facebook die Facebook Ads transparenter macht, sind sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Aber völlige Transparenz ist hiermit noch lange nicht erreicht. Facebook betreibt mit den Neuerungen in erster Linie Schadensbegrenzung, denn zuletzt hat der Ruf des Konzerns doch stark gelitten und viele Facebook Nutzer fühlen sich nicht mehr sicher. Wir sind gespannt, wie es mit dem Datenschutz bei Facebook in Zukunft weitergehen wird, und halten Euch natürlich auf dem Laufenden.

 

Für mehr Informationen und einen direkten Blick auf die neuen Tools:

https://onlinemarketing.de/news/facebook-anzeigen-transparenz?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=webseiteom&utm_term=2019-07-12&utm_content=button

Sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen ist die allgemein gängige Kundenzufriedenheitsbefragung nach der Abwicklung einer Onlinebestellung via Mail bekannt. Dabei entschied der Bundesgerichtshof schon längst, dass es sich hierbei um unzulässige (Direkt-)Werbung handelt, sofern sie gegen den eindeutig erklärten Willen des Kunden erfolgt (Art.13 Abs. 1 der Richtlinie 2002/58/EG).

Die Frage nach der Zufriedenheit des Kunden ist durchaus als Marketingmaßnahme im Rahmen des E-Commerce zu betrachten, denn die Befragungen machen fast immer direkt oder indirekt auf das weitere Sortiment des Anbieters aufmerksam und sollen zur Kundenbindung beitragen. Kundenzufriedenheitsbefragungen fallen im Sinne des Werberechts durchaus unter Werbung, da es stets das verfolgte Ziel ist, den Absatz von Ware oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern.

Werben ohne Zustimmung des Kunden ist als belästigende Werbung anzusehen – auch und insbesondere per E-Mail. Dem Händler drohen bei unzulässiger (Direkt-)Werbung in Form von Zufriedenheitsbefragungen Abmahnungen und Schadensersatzansprüche vonseiten des Kunden.

Die Aufforderung nach einer (positiven) Bewertung ist auch dann unzulässig, wenn sie im Rahmen der elektronischen Übermittlung der Rechnung erfolgt. Der BGH ist hier der Auffassung, dass die beiliegende Rechnung der Mail nicht den werbenden Charakter nimmt. Unzulässige (Direkt)-Werbung greift in das Persönlichkeitsrecht des Kunden ein.

Zufriedenheitsbefragung als Marketingmaßnahme: Worauf muss man achten?

Für den Werbenden bzw. für das Unternehmen ist folglich relevant, dass die eindeutige vorherige Zustimmung des Kunden einzuholen ist, dass dieser nach dem Kauf des Produktes per E-Mail kontaktiert werden darf. E-Mail Werbemaßnahmen können dann zulässig werden, wenn nach §7 Abs. 3 UWG die Adresse des Kunden im Zusammenhang mit dem Kaufabschluss an den Verkäufer vermittelt wurde, der Kunde der Verwendung nicht ausdrücklich widersprochen hat, der Verkäufer mit der Direktwerbung auf ähnliche Produkte und/oder Dienstleistungen aufmerksam macht UND der Kunde bei jeder Verwendung deutlich auf seinen Widerspruchsanspruch bezüglich dem Empfang von Werbemails (beispielsweise durch ein Deabonnement) aufmerksam gemacht wird.

Der Kunde muss jedoch bereits beim Erheben seiner Daten darauf aufmerksam gemacht werden, dass diese Angaben auch zu Werbezwecken genutzt werden. Auch auf den jederzeit möglichen Widerspruch muss der Werbende aufmerksam machen.

Wenn Du planst, Werbemaßnahmen in Form von Kundenzufriedenheitsbefragungen durchzuführen, empfehlen wir Dir eine vorhergehende juristische Beratung bei einem spezialisierten Fachanwalt.

Google-Signals ist ein von Google konzipiertes Tool, welches Nutzern von Google Analytics auf Wunsch zur Verfügung steht. Mit Google-Signals hast Du noch mehr Möglichkeiten, analytische Daten zu erfassen, welche optimal angepasste Marketingmaßnahmen und zielgruppenspezifischeres Werben ermöglichen. Allerdings handelt es sich bei Google Signals noch nicht um ein völlig ausgereiftes Tool, sondern es befindet sich zurzeit noch in der Testphase.

Google-Signals kommt dann zum Einsatz, wenn es um zielgruppenspezifisches und geräteübergreifendes Remarketing von Online-Benutzeroberflächen geht. Auch die optimale Anpassung von Werbekampagnen und anderen Marketingmaßnahmen wird durch Google-Signals ermöglicht und erleichtert. Die Daten werden anhand von Google-Nutzern erhoben, die personalisierte Anzeigen aktiviert haben.

Die in Google-Analytics erhobenen Daten werden mit Google-Signals um zusätzliche Informationen erweitert. Es geht nicht nur um die Anzahl von Besuchern auf unternehmenseigenen Oberflächen, sondern vor allem um das „Wie“ dahinter. So sammelt Google-Signals Daten darüber, welche Browser genutzt werden, um welche Endgeräte es sich handelt (Smartphone, Tablet, Computer) und auf welchem Gerät beispielsweise Informationen gesucht werden und auf welchem Gerät Käufer eher zu einem Kaufabschluss tendieren. Dadurch kann Google sehr genaue Rückschlüsse auf typisches Nutzerverhalten ziehen und diese Informationen zur Verfügung stellen. Die Daten der jeweiligen Kunden laufen in der Regel nach 26 Monaten ab und stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

Den Unternehmen, Publishern oder Werbetreibenden, die Google-Signals als Ergänzungstool zu Google-Analytics verwenden, werden aus Datenschutzgründen ausschließlich zusammengefasste und ausgewertete Daten zur Verfügung gestellt. Es werden keine Daten einzelner Nutzer bereitgestellt.

Es geht bei Google-Signals also darum, Unternehmen Berichte zu den Interessen und den typischen demografischen Merkmalen der Oberflächen-Besucher bereitzustellen.

Fakten und Vorteile von Google-Signals zusammengefasst

  • Google-Signals liefert Berichte über geräteübergreifende Nutzerzahlen und die verschiedenen Gruppen von Nutzern, basierend auf den ausgewerteten Gerätekombinationen.
  • Dies ermöglicht es Unternehmen, die eingesetzten Ressourcen und Aktivitäten auf die vielversprechendsten Kunden zu konzentrieren und folglich den Umsatz zu steigern.
  • Mit Google-Signals können Unternehmer den allgemeinen Kaufprozess auf verschiedenen Endgeräten analysieren und verstehen – folglich also den angebotenen Verkaufsprozess geräteübergreifend optimieren und anpassen.
  • Darüber hinaus wird Unternehmern die Erstellung von Berichten zu geräteübergreifenden Marketingleistungen und das Verständnis des Prozesses gewährleistet. Somit können Anzeigen für die jeweiligen Endgeräte angepasst und optimiert werden.

Für wen ist Google-Signals sinnvoll?

Unternehmen, Publisher und Werbetreibende, die im jeweils gewählten Auswertungszeitraum mindestens 250.000 Sitzungen bzw. Besuche der Online-Anwendungen verzeichnen können.

Unternehmen, die in Rücksprache mit einem jeweiligen Datenschutzbeauftragten keine weiteren Bedenken im sicheren und fachgerechten Datenumgang, auch bei der Nutzung von Google-Signals haben.

Unternehmen, die gut erkenntliche Hinweise auf ihrer Online-Benutzeroberfläche platziert haben und so ihre Kunden umfangreich und transparent über die Nutzung von Google-Signals, Analytics und die Weiterverarbeitung von Cookies aufgeklärt haben.

Hier kannst Du nachlesen, was Google selbst zum neuen Tool Google-Signals sagt: https://support.google.com/analytics/answer/7532985?hl=de

Am 23. März 2018 wurde eine EU Verordnung verabschiedet, die Maßnahmen gegen ungerechtfertigtes Geoblocking und andere Formen der Diskriminierung von in Europa wohnhaften Kunden außerhalb der unternehmenseigenen Nationalgrenzen betrifft. Seit dem 3. Dezember 2018 wird diese Verordnung auch angewendet. Eine Kommission soll innerhalb von 2 Jahren bewerten, wie sich diese neue Verordnung auf den Binnenmarkt auswirkt.

In der Verordnung geht es in erster Linie darum, dass Unternehmen den Zugang zu ihren Online-Benutzeroberflächen – beispielsweise zu ihren Shops – auch für Kunden ermöglichen müssen, die Käufe über Nationalgrenzen hinweg tätigen wollen. Kurz gesagt: Das Geoblocking soll verhindert werden. Geoblocking bedeutet, dass Internetseiten und Anwendungen über Nationalgrenzen hinweg gesperrt oder beschränkt werden. Mit dem Einberufen dieser Antidiskriminierungsvorschrift erfolgt ein Rückbezug auf Artikel 20 der Richtline 2006/123/EG: Dienstleistungserbringer dürfen Dienstleistungsempfänger unterschiedlicher europäischer Herkunftsländer nicht aufgrund ihres Wohnsitzes anders behandeln.

Was beinhaltet die Verordnung gegen Geoblocking?

Darüber hinaus geht es in den Verordnungen darum, dass Kunden aus anderen Mitgliedstaaten nicht durch allgemein unterschiedliche Geschäftsbedingungen ungleich behandelt werden dürfen, sowohl online als auch offline. Kunden dürfen nicht in ihrem Zugang zu Waren eingeschränkt werden. Diese Praktiken gelten als diskriminierend und verhindern außerdem die volle Ausschöpfung des Binnenmarkts. Gerade kleine bis mittelgroße Unternehmen tendieren aus Gründen der Kapazität dazu, Kunden, die wohnhaft in europäischen Nationalstaaten sind, verschiedene Geschäftsbedingungen vorzulegen oder ihnen vollständig den Zugriff auf die unternehmenseigenen Online-Benutzeroberflächen zu verwehren. Kunden haben aber im Sinne der freien Marktwirtschaft Anspruch auf den optimalen Genuss von Angebot, Qualität und Preis.

In der Vorschrift geht es jedoch nicht nur darum, Kunden aller europäischen Nationalstaaten oder solche, die in einem beliebigen europäischen Staat wohnhaft oder befindlich sind, gleichen Zugriff auf die Online-Benutzeroberflächen zu gewährleisten. Es geht auch darum, diese Kunden nicht ohne ausdrückliche Zustimmung auf eine andere Seite, beispielsweise mit einem anderen Layout, weiterzuleiten. Das gilt auch für Seiten, die auf die jeweilige Sprache übersetzt wurden. Wenn es zu einer Weiterleitung kommt, muss die ursprünglich gesuchte Original-Webseite für den Kunden leicht zu finden sein.

Die Nettopreise des jeweiligen Angebotes dürfen sich nicht aufgrund des Landes, aus dem der Kunde auf die Webseite bzw. das Angebot zugreift, unterscheiden. Dies gilt insbesondere für alle Online-Angebote, Dienstleistungen und Streaming-, wie auch Cloud-Angebote. Nur der Vertrieb von Büchern und Magazinen ist von dieser Regelung befreit. Auch die verschiedenen Zahlungsmethoden, die dem Käufer angeboten werden, dürfen sich innerhalb europäischer Grenzen nicht unterscheiden. Ausnahmen bestätigen hier die Regel: Vorrausetzung ist die Zahlung in einer vom Anbieter akzeptierten Währung und das Erfüllen der durch die EU Richtline vorgegebenen Authentifizierungsanforderungen.

Für die Durchsetzung der EU Richtline in Deutschland ist die Bundesnetzagentur zuständig.

Hier kannst Du Dir die EU Verordnung gegen ungerechtfertigtes Geoblocking anschauen: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32018R0302&from=HU