Sowohl Verbrauchern als auch Unternehmen ist die allgemein gängige Kundenzufriedenheitsbefragung nach der Abwicklung einer Onlinebestellung via Mail bekannt. Dabei entschied der Bundesgerichtshof schon längst, dass es sich hierbei um unzulässige (Direkt-)Werbung handelt, sofern sie gegen den eindeutig erklärten Willen des Kunden erfolgt (Art.13 Abs. 1 der Richtlinie 2002/58/EG).

Die Frage nach der Zufriedenheit des Kunden ist durchaus als Marketingmaßnahme im Rahmen des E-Commerce zu betrachten, denn die Befragungen machen fast immer direkt oder indirekt auf das weitere Sortiment des Anbieters aufmerksam und sollen zur Kundenbindung beitragen. Kundenzufriedenheitsbefragungen fallen im Sinne des Werberechts durchaus unter Werbung, da es stets das verfolgte Ziel ist, den Absatz von Ware oder die Erbringung von Dienstleistungen zu fördern.

Werben ohne Zustimmung des Kunden ist als belästigende Werbung anzusehen – auch und insbesondere per E-Mail. Dem Händler drohen bei unzulässiger (Direkt-)Werbung in Form von Zufriedenheitsbefragungen Abmahnungen und Schadensersatzansprüche vonseiten des Kunden.

Die Aufforderung nach einer (positiven) Bewertung ist auch dann unzulässig, wenn sie im Rahmen der elektronischen Übermittlung der Rechnung erfolgt. Der BGH ist hier der Auffassung, dass die beiliegende Rechnung der Mail nicht den werbenden Charakter nimmt. Unzulässige (Direkt)-Werbung greift in das Persönlichkeitsrecht des Kunden ein.

Zufriedenheitsbefragung als Marketingmaßnahme: Worauf muss man achten?

Für den Werbenden bzw. für das Unternehmen ist folglich relevant, dass die eindeutige vorherige Zustimmung des Kunden einzuholen ist, dass dieser nach dem Kauf des Produktes per E-Mail kontaktiert werden darf. E-Mail Werbemaßnahmen können dann zulässig werden, wenn nach §7 Abs. 3 UWG die Adresse des Kunden im Zusammenhang mit dem Kaufabschluss an den Verkäufer vermittelt wurde, der Kunde der Verwendung nicht ausdrücklich widersprochen hat, der Verkäufer mit der Direktwerbung auf ähnliche Produkte und/oder Dienstleistungen aufmerksam macht UND der Kunde bei jeder Verwendung deutlich auf seinen Widerspruchsanspruch bezüglich dem Empfang von Werbemails (beispielsweise durch ein Deabonnement) aufmerksam gemacht wird.

Der Kunde muss jedoch bereits beim Erheben seiner Daten darauf aufmerksam gemacht werden, dass diese Angaben auch zu Werbezwecken genutzt werden. Auch auf den jederzeit möglichen Widerspruch muss der Werbende aufmerksam machen.

Wenn Du planst, Werbemaßnahmen in Form von Kundenzufriedenheitsbefragungen durchzuführen, empfehlen wir Dir eine vorhergehende juristische Beratung bei einem spezialisierten Fachanwalt.

Google-Signals ist ein von Google konzipiertes Tool, welches Nutzern von Google Analytics auf Wunsch zur Verfügung steht. Mit Google-Signals hast Du noch mehr Möglichkeiten, analytische Daten zu erfassen, welche optimal angepasste Marketingmaßnahmen und zielgruppenspezifischeres Werben ermöglichen. Allerdings handelt es sich bei Google Signals noch nicht um ein völlig ausgereiftes Tool, sondern es befindet sich zurzeit noch in der Testphase.

Google-Signals kommt dann zum Einsatz, wenn es um zielgruppenspezifisches und geräteübergreifendes Remarketing von Online-Benutzeroberflächen geht. Auch die optimale Anpassung von Werbekampagnen und anderen Marketingmaßnahmen wird durch Google-Signals ermöglicht und erleichtert. Die Daten werden anhand von Google-Nutzern erhoben, die personalisierte Anzeigen aktiviert haben.

Die in Google-Analytics erhobenen Daten werden mit Google-Signals um zusätzliche Informationen erweitert. Es geht nicht nur um die Anzahl von Besuchern auf unternehmenseigenen Oberflächen, sondern vor allem um das „Wie“ dahinter. So sammelt Google-Signals Daten darüber, welche Browser genutzt werden, um welche Endgeräte es sich handelt (Smartphone, Tablet, Computer) und auf welchem Gerät beispielsweise Informationen gesucht werden und auf welchem Gerät Käufer eher zu einem Kaufabschluss tendieren. Dadurch kann Google sehr genaue Rückschlüsse auf typisches Nutzerverhalten ziehen und diese Informationen zur Verfügung stellen. Die Daten der jeweiligen Kunden laufen in der Regel nach 26 Monaten ab und stehen dann nicht mehr zur Verfügung.

Den Unternehmen, Publishern oder Werbetreibenden, die Google-Signals als Ergänzungstool zu Google-Analytics verwenden, werden aus Datenschutzgründen ausschließlich zusammengefasste und ausgewertete Daten zur Verfügung gestellt. Es werden keine Daten einzelner Nutzer bereitgestellt.

Es geht bei Google-Signals also darum, Unternehmen Berichte zu den Interessen und den typischen demografischen Merkmalen der Oberflächen-Besucher bereitzustellen.

Fakten und Vorteile von Google-Signals zusammengefasst

  • Google-Signals liefert Berichte über geräteübergreifende Nutzerzahlen und die verschiedenen Gruppen von Nutzern, basierend auf den ausgewerteten Gerätekombinationen.
  • Dies ermöglicht es Unternehmen, die eingesetzten Ressourcen und Aktivitäten auf die vielversprechendsten Kunden zu konzentrieren und folglich den Umsatz zu steigern.
  • Mit Google-Signals können Unternehmer den allgemeinen Kaufprozess auf verschiedenen Endgeräten analysieren und verstehen – folglich also den angebotenen Verkaufsprozess geräteübergreifend optimieren und anpassen.
  • Darüber hinaus wird Unternehmern die Erstellung von Berichten zu geräteübergreifenden Marketingleistungen und das Verständnis des Prozesses gewährleistet. Somit können Anzeigen für die jeweiligen Endgeräte angepasst und optimiert werden.

Für wen ist Google-Signals sinnvoll?

Unternehmen, Publisher und Werbetreibende, die im jeweils gewählten Auswertungszeitraum mindestens 250.000 Sitzungen bzw. Besuche der Online-Anwendungen verzeichnen können.

Unternehmen, die in Rücksprache mit einem jeweiligen Datenschutzbeauftragten keine weiteren Bedenken im sicheren und fachgerechten Datenumgang, auch bei der Nutzung von Google-Signals haben.

Unternehmen, die gut erkenntliche Hinweise auf ihrer Online-Benutzeroberfläche platziert haben und so ihre Kunden umfangreich und transparent über die Nutzung von Google-Signals, Analytics und die Weiterverarbeitung von Cookies aufgeklärt haben.

Hier kannst Du nachlesen, was Google selbst zum neuen Tool Google-Signals sagt: https://support.google.com/analytics/answer/7532985?hl=de

Am 23. März 2018 wurde eine EU Verordnung verabschiedet, die Maßnahmen gegen ungerechtfertigtes Geoblocking und andere Formen der Diskriminierung von in Europa wohnhaften Kunden außerhalb der unternehmenseigenen Nationalgrenzen betrifft. Seit dem 3. Dezember 2018 wird diese Verordnung auch angewendet. Eine Kommission soll innerhalb von 2 Jahren bewerten, wie sich diese neue Verordnung auf den Binnenmarkt auswirkt.

In der Verordnung geht es in erster Linie darum, dass Unternehmen den Zugang zu ihren Online-Benutzeroberflächen – beispielsweise zu ihren Shops – auch für Kunden ermöglichen müssen, die Käufe über Nationalgrenzen hinweg tätigen wollen. Kurz gesagt: Das Geoblocking soll verhindert werden. Geoblocking bedeutet, dass Internetseiten und Anwendungen über Nationalgrenzen hinweg gesperrt oder beschränkt werden. Mit dem Einberufen dieser Antidiskriminierungsvorschrift erfolgt ein Rückbezug auf Artikel 20 der Richtline 2006/123/EG: Dienstleistungserbringer dürfen Dienstleistungsempfänger unterschiedlicher europäischer Herkunftsländer nicht aufgrund ihres Wohnsitzes anders behandeln.

Was beinhaltet die Verordnung gegen Geoblocking?

Darüber hinaus geht es in den Verordnungen darum, dass Kunden aus anderen Mitgliedstaaten nicht durch allgemein unterschiedliche Geschäftsbedingungen ungleich behandelt werden dürfen, sowohl online als auch offline. Kunden dürfen nicht in ihrem Zugang zu Waren eingeschränkt werden. Diese Praktiken gelten als diskriminierend und verhindern außerdem die volle Ausschöpfung des Binnenmarkts. Gerade kleine bis mittelgroße Unternehmen tendieren aus Gründen der Kapazität dazu, Kunden, die wohnhaft in europäischen Nationalstaaten sind, verschiedene Geschäftsbedingungen vorzulegen oder ihnen vollständig den Zugriff auf die unternehmenseigenen Online-Benutzeroberflächen zu verwehren. Kunden haben aber im Sinne der freien Marktwirtschaft Anspruch auf den optimalen Genuss von Angebot, Qualität und Preis.

In der Vorschrift geht es jedoch nicht nur darum, Kunden aller europäischen Nationalstaaten oder solche, die in einem beliebigen europäischen Staat wohnhaft oder befindlich sind, gleichen Zugriff auf die Online-Benutzeroberflächen zu gewährleisten. Es geht auch darum, diese Kunden nicht ohne ausdrückliche Zustimmung auf eine andere Seite, beispielsweise mit einem anderen Layout, weiterzuleiten. Das gilt auch für Seiten, die auf die jeweilige Sprache übersetzt wurden. Wenn es zu einer Weiterleitung kommt, muss die ursprünglich gesuchte Original-Webseite für den Kunden leicht zu finden sein.

Die Nettopreise des jeweiligen Angebotes dürfen sich nicht aufgrund des Landes, aus dem der Kunde auf die Webseite bzw. das Angebot zugreift, unterscheiden. Dies gilt insbesondere für alle Online-Angebote, Dienstleistungen und Streaming-, wie auch Cloud-Angebote. Nur der Vertrieb von Büchern und Magazinen ist von dieser Regelung befreit. Auch die verschiedenen Zahlungsmethoden, die dem Käufer angeboten werden, dürfen sich innerhalb europäischer Grenzen nicht unterscheiden. Ausnahmen bestätigen hier die Regel: Vorrausetzung ist die Zahlung in einer vom Anbieter akzeptierten Währung und das Erfüllen der durch die EU Richtline vorgegebenen Authentifizierungsanforderungen.

Für die Durchsetzung der EU Richtline in Deutschland ist die Bundesnetzagentur zuständig.

Hier kannst Du Dir die EU Verordnung gegen ungerechtfertigtes Geoblocking anschauen: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32018R0302&from=HU

Seitdem Google Analytics die Google Bildersuche wieder als Referrer anzeigt, ergibt sich mit der Bildoptimierung für Unternehmer, Publisher und Werbetreibende ein neuer Weg, um mehr Traffic zu generieren. Diese Chance ist für viele Branchen interessant.

Die Google Websuche ist eine allgemein bekannte Quelle, um möglichst viele Besucher auf der eigenen Webseite zu generieren. Unternehmer investieren viel Kapital in die Optimierungsmaßnahmen von Online-Shops und Webseiten, um möglichst großen Traffic zu erzielen und so auch den Umsatz zu steigern. Lange Zeit blieb die Bildoptimierung hierbei außen vor, da diese für Unternehmen nur sehr schwer nachzuvollziehen war. Die Möglichkeit der separaten Auflistung der Google Bildersuche auf Google Analytics ermöglicht jetzt ein völlig neues Feld für SEO.

Für wen eignet sich Bilder SEO?

Nicht für alle Unternehmen ist eine Konzentration auf die Bildoptimierung ratsam. Gerade im Rahmen von B2B Marketingmaßnahmen ist die Google Bildersuche zurzeit eher weniger geeignet, um den Traffic auf den eigenen Webseiten und schlussendlich den Verkaufsumsatz zu steigern. Aber für Branchen, die einen Fokus auf die optische Darstellung von Produkten oder Dienstleistungen setzen, ist die Google Bildersuche als elementare Traffic Quelle nicht zu vernachlässigen. So sollten zum Beispiel Lifestyle-Unternehmen vermehrt auf die Optimierung von Bildern setzen.

Bilder, die für die Google Bildersuche optimiert werden, können SEO-optimierte Texte wirksam ergänzen. Aber wie geht das?

So steigerst Du Deinen Traffic durch Bilder SEO:

  • Benenne Deine Bilddateien, die Du auf Deiner Online-Anwendung platzieren möchtest, mit website-relevanten Keywords. Nutze relevante Suchbegriffe, die durch Übereinstimmung mit Suchanfragen dazu beitragen, dass Dein Bild in der Google Bildersuche möglichst weit oben positioniert wird.
  • Verzeichne Bilder mit Titeln – dieser zusätzliche Raum lässt sich hervorragend für SEO optimierte Keywords nutzen!
  • Setze auf erklärende Bildunterschriften, gerade wenn auf dem Bild komplexe, nicht sofort verständliche Inhalte dargestellt werden.
  • Wähle das richtige Dateiformat. Bei Layout-Grafiken kannst Du auf .png oder .gif Dateien setzen, bei Hintergrundgrafiken und Fotos sind .jpg und .png die passenden Dateiformate.
  • Beachte die Dateigröße. Je kleiner die Bilddatei, desto schneller lädt Deine Webseite. Du kannst Bilddateien auch in der Bildqualität reduzieren: Ein deutlich merklicher Effekt für die Page Speed, während dem Nutzer die niedrigere Auflösung meist nicht auffällt.
  • Erstelle separate XML-Sitemaps mit Links zu den Bildern Deiner Webseite. So erleichterst Du Suchmaschinen den Zugang zu Deinen Bildern.

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist bereits am 25. Mai 2016 in Kraft getreten. Nach zwei Jahren Übergangsfrist ist sie zwei Jahre später, also am 25. Mai 2018, zur Anwendung gekommen. Ab diesem Zeitraum kann nun auch ihre Einhaltung durch die EU-Datenschutzaufsichtsbehörden und Gerichte überprüft werden. Weil es sich um eine Verordnung auf EU-Ebene handelt, bedarf es bei der DSGVO keines nationalen Umsetzungsgesetzes.

Besonders für kleine bis mittelständische Unternehmen kam es mit der Anwendung der DSGVO zu einer Umstellung. So musste die Konformität der unternehmensinternen Datenverarbeitung mit den Richtlinien abgeglichen werden, die Datenschutzerklärung aktualisiert und ein Datenschutzbeauftragter eingestellt oder beauftragt werden. Zu der zunächst befürchteten Abmahnwelle kam es jedoch nicht. Die Datenschutzaufsichtsbehörden agieren in erster Linie als Berater und nicht als mit Sanktionen drohende Instanz.

Ein Datenschutzbeauftragter ist in jedem Unternehmen zu nennen, in welchem mindestens 10 Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind. Für die Qualifikation zum Datenschutzbeauftragten bietet unter anderem der TÜV spezifische Schulungen und Lehrgänge an.

Worauf sollten Unternehmer achten?

Unternehmen müssen kontinuierlich prüfen, ob alle datenschutzrechtlichen Maßnahmen auch kompatibel mit der DSGVO sind. Dafür sollte geprüft werden, ob die verarbeiteten Kundendaten, ihr Umfang oder die hierfür eingesetzten Technologien zu irgendeinem Zeitpunkt die Datenschutzrechte der Kunden gefährdet haben oder noch gefährden könnten. Es sollten stets Risikobewertungen vorgenommen und geprüft werden, ob die technisch-organisatorischen Maßnahmen dem verlangten Schutzniveau der Daten entsprechen.

Besonders wichtig ist es, als Unternehmer der Nachweispflicht nachzukommen. Dafür müssen stets alle Dokumente und Prozesse zur Einhaltung des DSGVO gepflegt werden. Gelistet werden müssen Informationen zu Einwilligungen und ggf. verknüpfte Widersprüche von Kunden oder Nutzern einer Dienstleistung. Auch die Bearbeitung und Beantwortung von Auskunftsersuchen ist hier zu verzeichnen, damit überprüft werden kann, ob Kundenfragen zum Datenschutz angemessen und schnell beantwortet werden. Wichtig ist ebenso eine unternehmensinterne, transparente Berichterstattung zu Verletzungen von Datenschutzrechten.

Wer trägt die Verantwortung für DSGVO-konformen Umgang mit Kundendaten?

Die Verantwortung für den DSGVO-konformen Umgang mit Kundendaten liegt einzig und allein bei der Geschäftsführung. Sie ist nicht auf den Datenschutzbeauftragten des Unternehmens übertragbar. Die Aufgabe des Datenschutzbeauftragten liegt nur darin, den Datenverarbeitungsprozess zu überwachen und auf Missstände oder Fehlverhalten aufmerksam zu machen.

Was gehört in die Datenschutzerklärung?

In die Datenschutzerklärung gehören in erster Linie transparente und verständliche Hinweise und Erläuterungen zu den Weiterverarbeitungsprozessen von personenbezogenen und empfindlichen Personendaten. Zudem ist ein ausdrücklicher Hinweis auf das Widerrufsrecht zu positionieren, das dem Kunden jederzeit die Möglichkeit gibt, der Datenschutzerklärung zu widersprechen. Datenschutzerklärungen sollten stets juristisch geprüft werden.

Hier kannst Du mehr zur DSGVO erfahren: https://www.datenschutz-grundverordnung.eu/

 

Dass die Suchmaschinenoptimierung (SEO) essenziell für erfolgreiches Onlinemarketing ist, haben inzwischen die meisten Unternehmen verstanden. Aber in einer Welt, die spätestens seit Instagram und Pinterest hauptsächlich durch Bilder kommuniziert, wäre es geradezu fahrlässig, werbewirksame Bilder von der SEO auszuschließen. Vor allem bei Produkten, die in erster Linie schön aussehen sollen, werden Kaufentscheidungen mit den Augen getroffen und nicht mit dem Verstand. Wir zeigen Dir, wie Du Deinen Bildern bei Google zur Sichtbarkeit verhilfst.

Bilder-SEO bedeutet nicht Google Bildersuche

Auch wenn es logisch klingt, geht es bei der Bilder-SEO nicht in erster Linie darum, Deine Bilder in der Google Bildersuche nach oben zu bringen. Natürlich kann es nicht schaden, wenn Deine Bilder auch dort möglichst weit oben landen, aber letztendlich machen die Ergebnisse der Google Bildersuche meistens nur einen kleinen Teil der Klicks aus. Viel wichtiger ist es, dass Deine Bilder in der normalen Google Suche in dem Kasten direkt auf der ersten Ergebnisseite angezeigt werden. Wir erklären Dir, wie es geht.

Quellcode:

Wenn in dem Text, der sich in unmittelbarer Nähe Deines Bildes befindet, das passende Keyword enthalten ist, dann wird dem Suchenden auch Dein Bild angezeigt. Du solltest vor allem darauf achten, dass Bild und Keywords im Quellcode möglichst nah beieinander stehen. Das ist wichtiger als das tatsächliche Layout von Bild und Text auf Deiner Website, weil Google vor allem den Quellcode durchsucht.

Dateiname:

Die Dateinamen Deiner Bilder sind für die SEO in etwa so wichtig, wie die URL für Deine Website. Du solltest sprechende Dateinamen wählen, in denen mögliche Keywords enthalten sind, und statt Unterstrichen oder Leerzeichen Bindestriche zwischen den einzelnen Wörtern verwenden.

Alt-Attribut:

Wenn Dein Bild aus irgendeinem Grund nicht geladen wird, erscheint stattdessen das sogenannte Alt-Attribut. Auch hier solltest Du darauf achten, dass sprechende Keywords enthalten sind, denn auch das Alt-Attribut wird von der Suchmaschine durchsucht.

Das Bild selbst:

Bei der Auswahl der Bilder solltest Du einige Dinge beachten. Google rankt natürlich keine Bilder hoch, deren Auflösung viel zu klein ist, um sie überhaupt richtig erkennen zu können. Andererseits sollen sie aber auch nicht so groß sein, dass sie kaum mehr richtig geladen werden können. Am besten, Du hinterlegst verschiedene Größen für die verschiedenen Bildschirmgrößen der potenziellen User. Außerdem ist es gut zu wissen, dass auf dem Desktop querformatige Bilder in den Suchergebnissen größer angezeigt werden, in der mobilen Version dagegen Hochformate. Je nachdem, auf welchem Endgerät die meisten Deiner Kunden surfen, kannst Du Deine Formate entsprechen anpassen.

Duplicate Content:

Ein großer Unterschied zum normalen SEO ist, dass die Mehrfachverwendung (im gleichen Kontext!) sich positiv auf das Ranking Deiner Bilder auswirken kann. Lass Deine Bilder also ruhig von anderen Websites verwenden und nutze selbst das gleiche Bild mehrfach auf Deiner Website. Aber wie beim normalen SEO gilt auch hier: Die Verwendung muss sinnvoll bleiben und einen Mehrwert für den Nutzer bieten.

Die meisten Websites leben von Werbung. Es ist aber nicht immer einfach, den richtigen Mittelweg zwischen einer guten User Experience und zufriedenen Werbekunden zu finden. Für den User ist es wichtig, dass sich die angeklickte Seite in Sekundenschnelle öffnet – geduldiges Warten ist für uns Digital Natives unvorstellbar geworden. Auf der anderen Seite steht aber der Kunde, der Geld für das Schalten seiner Werbung ausgibt und sicherstellen möchte, dass diese auch gesehen wird. Bisher wurde dafür der Polite Download genutzt, den der Online-Vermarkterkreis (OVK) jetzt durch das sogenannte Initial/Subload ablösen möchte.

Wir erklären euch, was es mit dem Polite Download auf sich hat und warum die neue Idee Initial/Subload das Problem effizienter lösen könnte.

Polite Download: Erst, wenn die Werbung geladen ist, ist auch die Website nutzbar

Der Polite Download sorgt dafür, dass die geschaltete Werbung schon beim Initialload zu sehen ist. Das bedeutet, dass beim Klicken auf eine Website der eigentliche Inhalt der Seite und die geschaltete Werbung zusammen laden und gleichzeitig sichtbar werden. Sonst könnte der User schon den Inhalt der Seite sehen, während die Werbung noch eine weiße Fläche ist, und würde vielleicht die Seite nach kurzer Zeit wegklicken, ohne die Werbung überhaupt gesehen zu haben. Für den Werbetreibenden bietet der Polite Download die Sicherheit, dass sich sein in das Onlinemarketing investiertes Geld auch wirklich auszahlt und der potenzielle Kunde seine Werbung sieht. Die User Experience kann aber unter dieser Lösung leiden, denn so braucht die Seite insgesamt länger, bis sie nutzbar ist.

Initial/Subload: Die neue Lösung für schnelleren Ad Load

Der neue Ansatz, den der OVK vorgestellt hat, sieht vor, die Werbeinhalte in einen Initialload und einen Subload zu unterteilen. So wird weiterhin sichergestellt, dass der User auf jeden Fall die geschaltete Werbung sieht, denn die zentrale Werbebotschaft (z.B. in Form eines Fotos mit Slogan) wird schon nach dem initialen Download zusammen mit dem eigentlichen Inhalt der Website dargestellt. Das restliche Dateigewicht der Werbung wird erst danach im Subload geladen, während die Website schon nutzbar ist. Für den User ergibt sich so eine bessere User Experience durch eine schnellere Page Speed, ohne dass der Werbekunde auf seine Sichtbarkeit verzichten muss.

Die Initial/Subload Idee könnte sich als neue Lösung für das Onlinemarketing auf Websites etablieren. Zurzeit wird fleißig daran gearbeitet, bestehende Probleme zu beheben – etwa das schrittweise Laden von Werbeinhalten mit sehr großem Gesamtdateigewicht. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Die Datenschutzerklärung von 2012 und die Nutzungsbedingungen von Google sind dem Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) sauer aufgestoßen: Sie sollen gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen. Vor dem Kammergericht Berlin wurde den Klägern Recht gegeben.

Was ist nicht DSGVO-konform an Google?

In einer Pressemitteilung erklärt der vzbv genau, was er an den Richtlinien von Google kritisiert. Einzelne Formulierungen in der Datenschutzerklärung von 2012 erlauben es Google, personenbezogene Daten der Nutzer zu sammeln, zu verwerten und in bestimmten Fällen sogar an Dritte weiterzugeben. Beispielsweise behält es sich Google vor, Standortdaten der Nutzer zu erfassen und personenbezogene Daten, die auf die verschiedenen Google-Dienste verteilt sind, zusammenzubringen und miteinander zu verknüpfen. Eigentlich müsste Google seine Nutzer umfassend über die Datensammlung informieren und sie dann nach ihrem freiwilligen Einverständnis fragen. Es gibt zwar einen Haken bei der Einverständniserklärung, den jeder Nutzer setzen muss. Aber die Datenschutzerklärung ist – wahrscheinlich bewusst – so formuliert, dass für die Nutzer nur schwer nachvollziehbar ist, dass ihre Daten überhaupt gesammelt werden.

Auch in den Nutzungsbedingungen von Google finden sich Formulierungen, die vom vzbv scharf kritisiert wurden. Vor allem die Tatsache, dass Google einzelne Einstellungen zum Datenschutz ohne Zustimmung des Nutzers ändern darf, entspricht nicht den Grundsätzen der DSGVO.

Was sind die Ergebnisse des Gerichtsprozesses?

13 Klauseln in der Datenschutzbestimmung von Google und 12 Klauseln in den Nutzungsbedingungen wurden jetzt vom Kammergericht Berlin für unwirksam erklärt. Google zeigt allerdings keine Einsicht. Stattdessen hat der Konzern jetzt eine Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt. Erst, wenn diese Beschwerde abgewiesen wurde, kann das Urteil vom Kammergericht in Kraft treten. Bis dahin werden die fragwürdigen Inhalte weiter bestehen bleiben. Die Datenschutzerklärung, die vor Gericht besprochen wurde, stammt zwar von 2012, aber auch in der aktuellen Version sind einige der kritisierten Aspekte noch enthalten. Ob durch den Entscheid des Kammergerichts endlich eine strengere Reglementierung des Google-Konzerns eingeläutet wird, bleibt abzuwarten.